PCF85263A
Epson-Alternative: RX8130CE
Der PCF85263A ist der aktuelle stromsparende Typ im NXP-Programm und sieht auf dem Papier gut aus. Was das Datenblatt leise sagt: der Quarz gehört nicht dazu. Der Vergleich gilt auch für den PCF85363A mit dem größeren RAM.
Der PCF85263A hat einen Oszillator mit integrierten Kondensatoren auf dem Chip, der 32,768-kHz-Schwingquarz selbst sitzt aber außen.
PCF85263A gegen RX8130CE
| PCF85263A — NXP | RX8130CE — Epson | |
|---|---|---|
| Hersteller | NXP | Epson (Seiko Epson) |
| Schnittstelle | I²C (400 kHz) | I²C (400 kHz) |
| Quarz integriert | nein — externer 32,768-kHz-Quarz nötig | ja, ab Werk abgeglichen |
| Genauigkeit | nicht temperaturkompensiert · ±1 ppm über die Offset-Kalibrierung erreichbar | +5 ±23 ppm bei +25 °C (nicht kompensiert) |
| Ruhestrom | 0,28 µA typ. bei 3 V und +25 °C | 300 nA typ. · 500 nA max. |
| Versorgung | Uhr ab 0,9 V · I²C von 1,8 bis 5,5 V | 1,25 – 5,5 V |
| Max. Temperatur | −40 … +85 °C | −40 … +85 °C |
| Gehäuse | SO8 · TSSOP8 · TSSOP10 · DFN2626-10 2,6 × 2,6 mm · WLCSP12 1,19 × 0,94 mm | CE 3,2 × 2,5 × 1,0 mm · 8,0 mm² Grundfläche |
| Zusatzfunktionen | ein freies RAM-Byte, Alarme, Timer | Reset-Ausgang mit Verzögerung, Ladekontrolle mit Vollladeerkennung, V_IO-Pin |
Was für und was gegen den Wechsel spricht
Wir verkaufen Epson — und sagen trotzdem, wo der Wettbewerber besser ist. Beim ersten Datenblattvergleich fällt es Ihnen ohnehin auf.
Ehrlich gesagt
- Die Uhr läuft ab 0,9 V — tiefer als der RX8130CE und am Ende einer Zelle nützlich
- Das DFN2626 mit 2,6 × 2,6 mm und das WLCSP12 sind kleiner als Epsons CE-Gehäuse
- 0,28 µA ist für einen Baustein dieser Klasse ein guter Wert
Der Unterschied
- Der Quarz ist nicht dabei. Ein 32,768-kHz-Quarz plus Lastkapazitätsabgleich plus zwei Kondensatoren plus das Layoutrisiko der Oszillatorschleife kommen obendrauf — und der kleine Vorsprung des DFN ist weg, sobald der Quarz danebensitzt
- ±1 ppm beschreibt, was die Offset-Kalibrierung bei einer Temperatur auflösen kann. Eine Kompensation über den Bereich ist es nicht. Kompensiert ist keiner von beiden, aber Epson hat die Antwort im selben Programm: der RX8901CE mit ±3,0 ppm über −40 bis +85 °C
- Reset-Ausgang mit wählbarer Verzögerung, Ladekontrolle mit Vollladeerkennung und ein eigener V_IO-Pin
- Rechnen Sie über die ganze Baugruppe, nicht über den Baustein: ein Modul gegen Baustein, Quarz, zwei Kondensatoren, Bestückung und Prüfaufwand
Häufige Fragen
Was ist die Epson-Alternative zum PCF85263A?
Am nächsten liegt der RX8130CE bei Funktion und Strom, der RX8901CE dort, wo die Uhr über Temperatur genau bleiben muss. Ein Drop-in ist beides nicht: Gehäuse, Anschlussbelegung und Registerkarte unterscheiden sich.
Braucht der PCF85263A einen externen Quarz?
Ja. Er hat einen Oszillator mit integrierten Kondensatoren auf dem Chip, der 32,768-kHz-Quarz selbst sitzt aber außen, und die Genauigkeit hängt dann von diesem Quarz ab und davon, wie gut dessen Lastkapazität abgeglichen ist. Die Epson-Module tragen den abgeglichenen Quarz im Gehäuse.
Ist der PCF85263A auf ±1 ppm genau?
Diese Zahl beschreibt, was die Offset-Kalibrierung bei einer bestimmten Temperatur auflösen kann, nicht die Genauigkeit über den Betriebsbereich — der Baustein ist nicht temperaturkompensiert. Wo Genauigkeit über Temperatur zählt, halten Epsons DTCXO-Typen ±3,0 bis ±3,4 ppm über −40 bis +85 °C.
Wer liefert in Europa eine Alternative zum PCF85263A?
Timing Devices Europe in Ladenburg bei Heidelberg führt das komplette Epson-RTC-Programm im eigenen Lager — körperlich vor Ort, nicht beim Hersteller. Muster, Vergleich und Serienbedarf in einem Zug, Antwort noch am selben Arbeitstag.
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